Latente Natur

Gruppenausstellung
26.05.2026 bis 21.06.2026

Es gibt eine Geografie der Stille. Räume, die einst waren
Aktivitätsszene, von Bewegung. Orte, die nicht waren
verlassen aus Versehen, sondern sie hörten einfach auf zu sein
notwendig, und in diesem Ende fanden sie eine neue Art zu existieren.
Dieses kollektive Projekt entsteht aus einem gemeinsamen Blick auf das andere
Stillleben: nicht das des klassischen Stilllebens, sondern das des Territoriums.
Landschaften, die die Spur dessen bewahren, was sie waren, ohne Nostalgie oder
Ich bedauere, einfach nur seiend. Räume, die in einer Zeit schweben
eigen, dem Drängen der Gegenwart abhold.
Das Stillleben ist in der Kunst schon immer eine Meditation gewesen
über die Unbeständigkeit. Hier erweitert sich diese Tradition hin zum
architektonisch, das Ländliche, das Industrielle. Wir fotografieren das
verbleibt, wenn die Aktion abklingt: nicht die Abwesenheit als Verlust,
so wie eine Pause. Wie ein angehaltener Atemzug.

Susana Delgado, Sara Navarro, Mei Efe, Jessica Polar und María
Argüelles, fünf Blicke, die sich auf die gleiche Frage konzentrieren: Was
Sagt uns ein Raum, wenn er nichts mehr zu sagen hat?

26.05.2026 bis 21.06.2026