Beute

Buit geht von einer der elementarsten geometrischen Formen, dem Kreis, aus, der wiederholt wird, um eine scheinbar stabile visuelle Ordnung zu etablieren. Während der Blick des Betrachters die Komposition durchläuft, löst sich diese anfängliche Gewissheit allmählich auf. Durch eine präzise Gliederung von Geometrie, Farbe, Licht und Schatten erzeugt das Gemälde optische Verschiebungen, bei denen Formen hervorzutreten, zurückzuweichen oder verschiedene raumliche Ebenen einzunehmen scheinen.

Obwohl die Oberfläche völlig flach bleibt, wird das Gefühl von Tiefe vom Betrachter kontinuierlich rekonstruiert. Der Raum wird daher nicht physisch dargestellt, sondern durch die Wahrnehmung erzeugt, wodurch das Werk gleichzeitig als Objekt und als visuelle Erfahrung existiert.

Mit Buit setzt Martínez Vallés die Erkundung der Mechanismen fort, durch die wir visuelle Informationen interpretieren, und lädt den Betrachter ein, ein aktiver Teilnehmer bei der Konstruktion des Bildes zu werden.


Mischtechnik (Öl und Acryl auf Leinwand)
110 × 110 cm

2026

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